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Arbeitshilfen

Hier finden Sie aktuelle Arbeitshilfen zur Umsetzung der DS-GVO-Vorgaben.

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Kann man einen geouteten Schwulen noch outen? Feinsinnige Unterscheidungen des EuGH

Der EuGH hat in seinem neuesten Schrems-Urteil entschieden, dass Informationen über die eigene sexuelle Orientierung auch dann als „besonders sensibel“ gelten, wenn der Betroffene aus seiner Orientierung kein Geheimnis macht (EuGH vom 4.10.2024, Az. C-446/21).

Zum ersten, zum zweiten, zum dritten: Max Schrems – Europas wohl bekanntester Datenschutz-Aktivist – ist wieder einmal erfolgreich gegen Facebook vor den EuGH gezogen. Im Mittelpunkt der Debatte steht Artikel 9 der DSGVO, gegen welchen Meta Platforms Ireland, Bereitsteller der Dienste von Facebook in der Europäischen Union, nach Ansicht von Schrems und jener des EuGH verstoßen haben soll. Konkret legte der Oberste Gerichtshof aus Österreich dem EuGH die Frage vor, ob Meta berechtigt war, „andere Daten“ zur sexuellen Orientierung von Schrems zu verarbeiten, nachdem sich Schrems bei einer öffentlich zugänglichen Podiumsdiskussion im Februar 2019 über seine Homosexualität geäußert hatte (s. Rn. 42). Anlass zu dieser Frage gab die auf ein homosexuelles Zielpublikum gerichtete Werbung, welche Schrems auf Facebook erhielt. Da er auf seinem Facebook-Profil keine sensiblen Daten angegeben und auch eine Verwendung seines Profils durch Meta für gezielte Werbung abgelehnt hatte (s. Rn. 88), störte er sich am Erhalt jener Werbung. Um welche Werbung es sich dabei genau handelt und welche Daten von Meta über ihn erhoben wurden, geht jedoch aus dem Urteil nicht hervor.

Ein genauerer Blick auf die Ausführungen des EuGH erweist sich als erforderlich für die weitere Analyse. In einem ersten Schritt stellt dieser die Verarbeitung von personenbezogenen Daten zur sexuellen Orientierung durch Meta fest. Fraglich blieb damit, ob durch die Äußerungen von Schrems zu seiner Sexualität bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion der Ausnahmetatbestand des Art. 9 Abs. 2 e) DSGVO erfüllt ist (s. Rn. 42). Dieser erlaubt eine Verarbeitung sensibler Daten, die die betroffene Person öffentlich gemacht hat.

Nun würde man unbefangen eigentlich meinen, dass jemand, der offen schwul ist und in der Öffentlichkeit kein Geheimnis daraus macht, ein Paradefall dieses Erlaubnistatbestands ist. Nicht so jedoch der EuGH. Zwar erkennt dieser an, dass Schrems mit seiner Äußerung seine sexuelle Orientierung öffentlich gemacht hat. Jedoch bleibe der Schutz vor einer Verarbeitung „anderer Daten“ zur sexuellen Orientierung von Schrems unberührt (s. Rn. 55 f.). Welche anderen Daten der EuGH hiermit meint, bleibt offen. Nebulös heißt es, es gehe um Daten, die Meta von „Anwendungen und Websites Dritter“ erhalten hat (s. Rn. 59). Folgt man dieser knappen und nicht sehr eingängigen Begründung, kommt man zu der Erkenntnis, dass der EuGH die Verarbeitung der öffentlichen Äußerungen, die Schrems getätigt hat, aber auch nur diese Äußerungen, gestattet. Hingegen dürfte jedes andere Datum, welches Schrems‘ Homosexualität bestätigt, wie etwa die auf einer Dating-Website eingestellten Präferenzen zum Geschlecht der vorgeschlagenen Partner, nicht verwertet werden. Warum eine Information, die bereits von der betroffenen Person öffentlich preisgegeben wurde, nun nicht dazu führt, dass andere Daten, welche die bereits offengelegte Orientierung allenfalls bestätigen können, verarbeitet werden dürfen, bleibt auch nach eingängiger Lektüre des Urteils rätselhaft.

Autor: Niko Härting  Erstellt am: 30. Oktober 2024 Rubrik: Datenschutzrecht

Announcement of the Annual IViR Summer Course on Privacy Law and Policy (Amsterdam, 1-5 July 2024)

The Institute for Information Law at the University of Amsterdam announces the 11th edition of the Annual IViR Summer Course on Privacy Law and Policy. The course will extend over a five-day period from July 1 to 5, 2024, at de Burcht, a historic building in the center of Amsterdam. This year the summer course will focus on the rules which apply to data-driven digital technologies and AI in both the EU and the US. Think of the requisite data to train machine learning algorithms, algorithms which personalize content for users and prediction algorithms which can affect people in various ways. Privacy law and policy already apply to many of the data-driven processes at a time when the EU and the US adopt new rules to govern risky AI. Weiterlesen

Autor: Lasse Konrad  Erstellt am: 22. April 2024 Rubrik: Datenschutzrecht

EuGH senkt Hürden für DSGVO-Bußgelder – OWiG nicht anwendbar und Einstandspflicht für Auftragsverarbeiter

Der EuGH hat heute in einem deutschen und in einem litauischen Fall Grundsatzurteile zu DSGVO-Bußgeldern verkündet, über die sich die Datenschutzbehörden freuen können. Denn der EuGH beseitigt Verfahrenshürden für die Verhängung von Bußgeldern und nimmt Unternehmen sogar dann in die Bußgeldpflicht, wenn es bei Dienstleistern zu Datenschutzverstößen kommt. Weiterlesen

Autor: Lasse Konrad  Erstellt am: 5. Dezember 2023 Rubrik: Bußgeld, Datenschutzrecht

Privacy in Germany – 6. Nachwuchsworkshop

am 12/13.10.2023 in Berlin

Datenrecht? Datenschutz? Datensicherheit? – Wenn Du Dich in diesem Themenspektrum bewegst und zum „wissenschaftlichen Nachwuchs“ zählst, fühle Dich bitte herzlich eingeladen zu unserem kostenlosen Work­shop in Berlin am 12./13.10.2023.

12.10.2023, 19 bis 21 Uhr
Pizza and Beer bei HÄRTING, Chausseestraße 13, Berlin-Mitte

13.10.2023, 9.30 bis 18 Uhr
Workshop in der HWR Berlin, Alt-Friedrichsfelde 60, Berlin-Lichtenberg

Hier finden Sie den Downloadlink für das Programm.

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Autor: Lasse Konrad  Erstellt am: 4. September 2023 Rubrik: Datenschutzrecht

Neue Ausgabe der PinG (04/2023)

In diesem Heft lesen Sie, wie das Datenschutzrecht mit KI umgeht, dass das Thema Schufa wieder spannend wird und natürlich die brennendste aller Fragen: Wie ist § 26 BDSG nach C-34/21 noch zu retten? Das alles und vieles mehr lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der PinG.

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Autor: Jessica Prauß  Erstellt am: 20. Juli 2023 Rubrik: AI, Anwendbares Recht, Auftragsdatenverarbeitung, Auskunfteien, Datenschutzbehörde, Datenschutzrecht, Konzerndatenschutz, Landesdatenschutz, PinG, Schule

Privacy in Germany – 6. Nachwuchsworkshop

am 13.10.2023 in Berlin – Call for Themen, Ideen, Vorträge und Save the Date

Zum sechsten Mal möchten wir junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zum Datenschutzrecht bzw. Datenrecht forschen, zu einem Workshop zusammenbringen. Zu diesem Zweck laden wir, das Redaktionsteam der Privacy in Germany (PING), zusammen mit dem Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) herzlich dazu ein, mit uns in den Räumlichkeiten der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin über aktuelle Themen aus den unendlichen Weiten des Rechts der Digitalisierung zu diskutieren. Im Mittelpunkt des Workshops stehen Eure Ideen. Wir würden uns daher sehr darüber freuen, wenn Ihr unseren Workshop mit einem Vortrag bereichert. Gute Beiträge können zudem gerne in der PinG veröffentlicht werden. Weiterlesen

Autor: Lasse Konrad  Erstellt am: 17. Juli 2023 Rubrik: Data Act, Datenschutzbehörde, Datenschutzrecht

Neue Ausgabe der PinG (03/2023)

Wie Sie Whistleblower schützen müssen, ob der Betriebsrat bei Software mitsprechen darf, wieso in Illinois, USA, streng mit biometrischen Daten umgegangen und vieles mehr lesen Sie im neuen Heft.

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Autor: Jessica Prauß  Erstellt am: 28. April 2023 Rubrik: biometrische Daten, Cookies, Datenschutzrecht, Einwilligung, Software, Tracking, Whistleblower

Bundessozialgericht: Sozialgerichte können für Schadensersatzklagen wegen Datenpannen zuständig sein.

Ein Bürger wirft einer gesetzlichen Krankenkasse die verspätete Erteilung einer Datenauskunft nach Art. 15 DSGVO vor. Er verlangt Schadensersatz in Höhe von 2.000 EUR und reicht im Juni 2021 eine Klage beim Sozialgericht Frankfurt/Main ein. Das Sozialgericht hält sich nicht für zuständig, das Hessische Landessozialgericht weist die Beschwerde zurück. Der Fall landet beim Bundessozialgericht (BSG), das jetzt entschieden hat, dass die Sozialgerichte für Schadensersatzklagen nach Art. 82 DSGVO zuständig sein können (BSG vom 6.3.2023 – Az. B 1 SF 1/22 R).

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Autor: Lasse Konrad  Erstellt am: 3. April 2023 Rubrik: Auskunftsanspruch, Datenschutzrecht Stichwörter: Auskunft, Datenschutz, DS-GVO

Vorsicht Ermessensfehler: Warum DSGVO-Verwarnungen keineswegs das „mildeste Mittel“ der Aufsichtsbehörden sind

Bei den Aufsichtsbehörden erfreuen sich Verwarnungsbescheide großer Beliebtheit. Der Datenschutzverstoß wird festgestellt, die Verwarnung ausgesprochen, die Akte geschlossen. Zum Ermessen heißt es dann oft nur lapidas, die Verwarnung sei das „mildeste Mittel“, um den Verstoß zu sanktionieren. Aber verhält sich dies wirklich so?

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Autor: Lasse Konrad  Erstellt am: 7. März 2023 Rubrik: Bußgeld, Datenschutzbehörde, Datenschutzrecht

Neue Ausgabe der PinG (02/2023)

Das Heft 02/2023 schaut auf Themen wie die elektronische Patientenakte, immateriellen Schaden (Art. 82 DSGVO), Cyberangriffe, den nationalen Beschäftigtendatenschutz, katholische Krankenhäuser und Datenschutz und internationale Datentransfers – abseits von Schrems und: Cookies „Och nö! Nicht schon wieder“.

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Autor: Jessica Prauß  Erstellt am: 6. März 2023 Rubrik: Auskunftsanspruch, Beschäftigtendatenschutz, Cookies, Drittstaatenübermittlung, Einwilligung, Kirchenrecht, Strafrecht
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