Datenschutzrechtliche und sicherheitspolitische Implikationen der modernen Kommunikationstechnologie geraten immer mehr in den Fokus kritischer Betrachtungen. Digitale Ausforschungs- und Manipulationsversuche stehen auf der Tagesordnung: Mit den neuen Mglichkeiten hat sich der Modus Operandi von fremden Nachrichtendiensten sowie von Extremisten und Terroristen fundamental verndert. Fr sie stellen Cyberwar und Cyberspionage ebenso wie Desinformation und Manipulation reale Optionen dar. Auf der anderen Seite sind Staat, Gesellschaft und Wirtschaft auf die Integritt informationstechnischer Systeme angewiesen. Der Schutz hochsensibler Informationen und Kritischer Infrastrukturen ist zu einer vorrangigen Aufgabe der Sicherheitsbehrden geworden. Im entgrenzten Cyber-Raum wird eine Unterscheidung zwischen uerer und innerer Sicherheit obsolet. Der forcierte technologische Wandel verlangt eine stndige Neujustierung der Manahmen zur Verbesserung der Schutzgter informationstechnischer Systeme (Verfgbarkeit, Integritt, Vertraulichkeit und Authentizitt) rechtlich und materiell, nachrichtendienstlich und analytisch. Eine Strkung der Cyber-Sicherheit wird letztlich im nationalen Rahmen allein nicht mglich sein. Notwendig sind internationale Vereinbarungen bis hin zu einem Kodex fr staatliches Verhalten im Cyber-Raum.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2196-9817.2015.04.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2196-9817 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2015 |
| Veröffentlicht: | 2015-06-29 |
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